Duat

Ich spüre es sich lösen, die Essenz, das Ka

Oder wie der Weise es auch nennen mag

Vom Bauch zum Herz und aus den Augen

 

 

Bis es zurücklässt eine leere Hülle

Die die Lebenden verehren als stünde sie in Fülle

Doch ist da nichts mehr außer Fleisch und Knochen

 

 

Aufbereitet für die Ewigkeit

Verbringe ich sie bis zum ersehnten Tag in Einsamkeit

Gebettet in Öl und Stein an einem Ort der Dunkelheit

 

 

Doch verweile ich nicht mehr auf Erden

warte in den Schatten auf Erlösung und Verderben

Den Rechtsspruch des Höchsten

 

 

Die Hinterbliebenen klagen und werfen sich zu Boden

Doch werde ich im Reich der Toten bereits erhoben

Auf eine Waage aus Gold und Maat

 

 

Dort warte ich auf Herz und Feder

Während sie der Kläger wiegt

Das Ungleichgewicht entscheidet Finsternis

 

 

Oder Felder aus Binsen, im unendlichen Strom verstreut auf Inseln

Felder und Finsternis, Herz und Feder liegen auf Schalen

Und im Hintergrund brummt Nun der primordiale Schlund