Der Traum eines Lebens

Autors Blog, Sternzeit 2018241

 

Mit diesem Eintrag lade ich zu einem Gedankenexperiment ein, dessen Einsicht einiges erleichtern könnte, tut man es nicht als irrationale Eingebung, Humbug ab. Anhand meiner eigenen Überlegungen, strecke ich meine Hand aus und führe durch den Gedanken, wie ihn die Stimme in meinem Kopf erzählt. 

 

Stellen wir uns die einfache Frage: was passiert wenn wir uns nichts mehr wünschen? Was bleibt im Leben noch übrig, wenn wir tatsächlich wunschlos sind, wenn es nichts gibt wonach wir streben?

 

Nehmen wir an der Mensch hätte die Fähigkeit jede Nacht eine Spanne von 80 Jahren zu träumen und diese nach Belieben zu gestalten. Zunächst wird er sich ein Leben der Wünsche kreieren, in dem alles geschieht wie er es will. Träume werden Realität. Reichtum, Macht und Ruhm beschränken sich nicht mehr auf bloße Hirngespinste, denen man an langweiligen Sonntagen hinterherjagen muss. Ein Gedanke reicht um zu manifestieren, was sonst im Temporallappen verborgen bleibt.  

Jede Nacht denselben Traum zu leben wird mit der Zeit unspektakulär. Stets zu wissen, was als nächstes passiert, ohne jegliche Form der Überraschung- langweilig.

Nachdem sich der Mensch all seine Wünsche erfüllt hat und ihm jede erdenklich Lust zuteilwurde, wird er  Situationen kreieren, in denen er nicht alles kontrollieren kann. In der ersten Nacht noch vorsichtig, um zu sehen was passiert. Dann immer abenteuerlicher, immer beliebiger, um die Spannung aufrecht zu erhalten. 

Folgt man diesem Prinzip, findet er sich irgendwann in einem Traum wieder, in dem er eine unendliche Zahl an Möglichkeiten hat. In Situationen, die sich seiner Kontrolle entziehen und zu einem Leben werden, das wir alle in diesem Moment träumen. 

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