Spielregeln

Autors Blog, Sternzeit 2018227

 

Um die kritische Verschonung aufrecht zu erhalten, tarne ich diesen Eintrag als psychologischen Gedanken, der rein zufällig Kritik an einer Generation übt, derer ich selbst angehöre. Ich weiß wovon ich spreche, denn ich lebe es seit Jahren. 

 

"Regeln sind da, um gebrochen zu werden." Ein Sprichwort, das die Freiheit des Menschen zu verdeutlichen versucht, eine Generation jedoch in einen Trotz geführt hat, aus dem sie nur schwer wieder herausfindet. 

Der Sermon des Individuums ist so laut, dass er den Gedanken des Zusammenlebens vor Jahren in den Hintergrund gedrängt und dazu geführt hat, dass sich Kinder nun selbst mit "Samthandschuhen anfassen". 

Mainstream ist schlecht, Verkriecht euch in euch selbst und hofft auf das Wunder, dass sich die Welt morgen ändert!

 

"Regeln sind da, um befolgt zu werden", denn sie erleichtern das Leben.

Gefangen in einem Konflikt aus emotionaler Selbstständigkeit und finanziellem Erfolg, versinkt eine ganze Generation immer tiefer in einem Sumpf aus Trotz und Depression. Es sind nicht die Erwartungen von außen, denen wir die Schuld so gerne zuschieben, es liegt an uns selbst. Spielregeln sind Orientierungshilfen, sie erleichtern, was wir noch nicht durchschaut haben und trotzdem wehren wir uns gegen die Erleichterung, weil sie Teil des verhassten Mainstreams ist. 

 

 -Ah. So funktioniert das also? Na dann mache ich es genau anders und Ihr werdet sehen, ich schaffe es trotzdem!-

 

Ein Gedanke sich von allen abzugrenzen und in der Einsamkeit herauszustechen. Dann die Ernüchterung, die uns wie ein Ring im Sturm zugeworfen wird. 

 

 -Nein! Ich schaffe es trotzdem! Ich lehne die Welt ab und werde in ihr Erfolg haben!-

 

 

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